Am 23. Februar entscheiden die deutschen Wähler, wer das Land künftig regiert. Die CDU unter Friedrich Merz liegt in Umfragen vorne, während zentrale Wahlkampfthemen wie Wirtschaft, Sicherheit und Migration die öffentliche Debatte bestimmen.
Wichtige Erkenntnisse aus unserem Medienreport:
- Migration als Wahlkampfthema: In den letzten Monaten entfielen über ein erheblicher Teil der wahlbezogenen Medienberichte auf Migration. CDU, FDP und SPD äußerten sich häufiger zur Migrationspolitik, insbesondere als Reaktion auf die AfD, die dieses Thema stark besetzt.
- Sicherheitsdebatte nimmt zu: Die Berichterstattung über Kriminalität und Terrorismus stieg nach Vorfällen in Aschaffenburg und Magdeburg. CDU und SPD verschärften ihre sicherheitspolitische Rhetorik im Vergleich zu den Vorjahren.
- Trump & Musk mischen mit: Musks Tweets zur AfD erzielten Millionen Impressionen in Deutschland und gingen mit einem verstärkten AfD-Engagement einher. Zugleich lösten sie Diskussionen über eine mögliche US-Einflussnahme aus.
Europa und Migration gespalten: Die mediale Debatte über die EU-Migrationspolitik nahm zu. CDU und FDP fordern strengere Grenzkontrollen, während SPD und Grüne vor einer Abschottung warnen. Restriktive Maßnahmen erzielen auf Social Media viel mehr Interaktion als migrationsfreundliche Beiträge. - AfD setzt Themen: Ein großer Teil der migrations- und sicherheitspolitischen Aussagen von CDU, FDP und SPD in den letzten Wochen reagierten direkt auf AfD-Positionen.
- Klimaschutz und soziale Themen verlieren an Bedeutung: Die Erwähnungen des Klimawandels in der Wahlberichterstattung sind seit den letzten Jahren gesunken, soziale Gerechtigkeit ebenfalls. Das Social-Media-Engagement der Grünen sank, da andere Themen dominieren.
- Parteiallianzen unter Druck: CDU und FDP stehen wegen ihrer migrations- und sicherheitspolitischen Rhetorik in der Kritik, während SPD und Grüne an Einfluss verlieren, da Sicherheit und Migration die politische Agenda bestimmen.